Ihr Lebensweg
Edith Stein, 1891 in Breslau geboren, wuchs in einem jüdischen Elternhaus auf.
Ihre Suche nach Wahrheit führte sie vom Studium in Breslau, Göttingen und Freiburg
über Speyer, Münster, Köln und Echt (NL), bis sie 1942 in Auschwitz ermordet wurde.
Aktuelles
Verleihung des Edith-Stein-Preises 2025 am 26.10.2025
Videos und Bilder der Veranstaltung, sowie die Urkunde finden sie hier:
Verleihung des Edith-Stein-Preises 2025
28.05.2025
Der diesjährige Edith-Stein-Preis des Göttinger Edith-Stein-
Kreises e.V. geht an die Schriftstellerin Nora Bossong. Dies
haben Heiner J. Willen, Vorsitzender des Edith-Stein-Kreises,
und Diakon Prof. Dr. Heinrich Detering als stellvertretender
Vorsitzender während der Mitgliederversammlung
bekanntgegeben.
Nora Bossong wurde 1982 in Bremen geboren. Sie studierte
Literatur am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig sowie
Kulturwissenschaft, Philosophie und Komparatistik an der
Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Potsdam und der
Universität La Sapienza in Rom. Heinrich Detering berichtete den
anwesenden Mitgliedern, dass er mit den Werken von Nora
Bossong erstmals 2011 Kontakt gehabt habe, als er ihr Werk
„Sommer vor den Mauern“ gelesen habe. „Das Werk bezieht sich
auf die Kirche Sankt Paul vor den Mauern in Rom, wo Medaillons
der Päpste, beginnend mit Petrus, zu sehen sind“, erklärte
Detering. Einige Medaillons hat Bossong ausgewählt und dazu
Gedichte verfasst.
„Der Kontakt zu Nora Bossong ist über Manfred Hösl in Berlin
zustande gekommen, da sie in seiner Gemeinde aktiv ist“,
berichtete Detering. Hösl war bis 2017 Pfarrer in der Pfarrgemeinde
St. Michael in Göttingen. „Nora Bossong ist in Hösls Berliner
Gemeinde sehr engagiert. Zudem ist sie Mitglied im Zentralkomitee
der deutschen Katholiken. Es ist ungewöhnlich, dass sich eine
Schriftstellerin offen zur Kirche bekennt“, sagte Detering.
Bossong schreibe in ihren Werken über Situationen in der Welt, in
denen man Christus begegnen könne. Ihr aktueller Roman
„Reichskanzlerplatz“ handelt von Magda Goebbels, der Frau von
Joseph Goebbels. „Nora Bossong hat sich sehr über die
Auszeichnung gefreut“, teilte Detering mit.
Die Verleihung des Edith-Stein-Preises 2025 an Nora Bossong wird
am Sonntag, 26. Oktober, um 18 Uhr im Alten Rathaus in Göttingen
erfolgten. „Die Preisverleihung erfolgt diesmal im Rahmen des
Literaturherbstes“, verkündete Heiner J. Willen den Mitgliedern des
Edith-Stein-Kreises. Die Verleihung wird etwas anders als in den
letzten Jahren verlaufen. Unter anderem wird Nora Bossong lesen.
Willen berichtete auch, dass er Bossong in Berlin besucht habe und
sie als beeindruckende Frau kennengelernt habe.
Edith Stein:
Edith Stein war eine deutsche Philosophin und Frauenrechtlerin
jüdischer Herkunft. Sie wurde 1922 durch die Taufe in die
katholische Kirche aufgenommen. 1933 trat sie in den Orden der
Unbeschuhten Karmelitinnen ein. Stein gilt als Brückenbauerin
zwischen Christen und Juden. In der Zeit des Nationalsozialismus
wurde sie „als Jüdin und Christin“ zum Opfer des Holocaust. Edith
Stein wurde am 9. August 1942 im KZ Auschwitz ermordet.
Der Edith-Stein-Preis:
Die Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Preises würdigt über
nationale, konfessionelle und religiöse Grenzen hinweg
Persönlichkeiten, Gruppierungen und Institutionen, die sich durch
„Grenzüberschreitungen“ in ihrem sozialen, politischen und
gesellschaftlichen Engagement in hervorragender Weise
ausgezeichnet und bewährt haben. Der Preis wird seit 1995 alle
zwei Jahre verliehen. (Ausnahme 2021) Das Kuratorium des
Vereins bestimmt den Preisträger oder die Preisträgerin. Es besteht
aus Personen des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in
Göttingen. Nach den Statuten des Vereins soll das Preisgeld in
Absprache mit dem Preisträger einer Einrichtung zugutekommen,
die in ihrem sozialen, kulturellen oder gesellschaftlichen Einsatz
hervorsticht und grenzüberschreitend im Sinne Edith Steins tätig ist.
Neben dem Preisgeld wird die Preisträgerin oder der Preisträger mit
einer Medaille mit einem Bildnis Edith Steins gewürdigt.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit




